Wärmepumpe, ja oder nein? Die ehrliche Entscheidungshilfe für Eigentümer

Zurzeit erlebe ich immer wieder, dass die Wärmepumpe als Standardlösung für alle Gebäude dargestellt wird. Die Realität stellt sich jedoch wesentlich differenzierter dar. Selbstverständlich ist sie für viele Gebäude ideal. Es können sich jedoch auch wirtschaftlich fragwürde Einbausituationen oder schlichtweg falsche Entscheidungen ergeben, wenn keine fachliche Einordnung getroffen wird.
Als Ingenieur lege ich wenig Wert auf pauschale Aussagen oder aufgeladene Politik. Am Ende entscheidet die Frage, ob eine Wärmepumpe in IHREM Gebäude geeignet ist. Das ist das Ergebnis mehrerer Berechnungen und der Physik.
Wenn die Annahme besteht, dass die Wärmepumpe einfach gegen ein altes Heizgerät getauscht werden kann, wird dies meist nicht sauber funktionieren. Der Grund ist, dass eine hohe Effizienz der Wärmepumpe bei niedrigen Vorlauftemperaturen gegeben ist, welche im Bestand oft nicht vorherrschen. Ohne Anpassung des Systems bedeutet dies meist einen ineffizienten Betrieb, hohe Stromkosten und Frustration bezüglich eines vermeidlich modernen Heizsystems.
Der Erfolg einer Wärmepumpe und damit auch die Zufriedenheit des Nutzers steht und fällt, mit drei wichtigen Schritten.
Als erstes ist zu prüfen, ob mit vertretbarem Aufwand, die Wärmeverluste Ihres Gebäudes reduziert werden können. Der Austausch alter großer Fenster, das Dämmen des Gebäudes oder die Sanierung eines bedürftigen Daches führen dazu, dass das Heizsystem weniger Wärme zur Verfügung stellen muss und dies bei einer geringeren Vorlauftemperatur geschehen kann. Eine Strategie für die richtigen Schritte der Sanierung Ihrer Immobilie kann ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) bieten.
Als nächstes gilt es die Wärmepumpe richtig zu planen und einzubauen. Begonnen wird die Planung mit der Berechnung der sogenannten Heizlast. Diese berechnet alle Wärmeverluste des Gebäudes die die Wärmepumpe kompensiert. Die Heizlast liefert die Grundlage für die Auslegung der richtigen Wärmepumpengröße und ist gleichzeitig Voraussetzung für eine mögliche Förderung. Gleichzeitig gilt es auch die Größe der Heizflächen zu beurteilen. Während eine Fußbodenheizung aufgrund der großen Fläche mit einer geringen Vorlauftemperatur auskommt, müssen bei Heizkörpern ggf. einzelne vergrößert werden.
Zuletzt entscheidet für den Effizienten Betrieb des Systems die Einstellung und Abstimmung aller Komponenten. Neben der Konfiguration des richtigen Bivalenzpunktes der Wärmepumpe ist auch ein hydraulischer Abgleich vorzusehen. Dieser stellt sicher, dass alle Heizflächen im Gebäude mit der richtigen Wassermenge versorgt werden. Ein sauber berechnetes und hydraulisch abgeglichenes System steigert die Effizienz des Wärmepumpensystems, weshalb auch der hydraulische Abgleich Fördervoraussetzung ist.
Festzuhalten ist, dass eine Wärmepumpe kein alleinstehendes Produkt, sondern eine Komponente in einem System darstellt. Wenn dieses System von Anfang an sauber ausgelegt, geplant, eingebaut und eingestellt wird kann Sie die richtige Lösung sein. Wer das System ignoriert und eine alte Anlage einfach ersetzt riskiert eine teure Stromheizung. Mit einem Wärmepumpen-Fitness-Check können Sie erfahren, ob Ihre Immobilie für eine Wärmepumpe geeignet ist.
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